Nun also hat Griechenland das Schweizer Bankkonto eines reichen Griechen, der sein zum Teil angeblich nicht ganz so sauber (im Sinne von legal) zusammengetragenes Vermögen um den griechischen Fiskus herum ins steuergünstigere Ausland, in die Schweiz, transferiert hat, sperren lassen.
Die Ansichten über diese Aktion sind hier in Hellas recht eindeutig: Man lächelt, man kommentiert es kaum. Wie sich diese lethargisch anmutende Reaktion zu einem Schritt erklären lässt, der doch eigentlich Hoffnung darauf wecken sollte, dass nun endlich auch mal die großen Steuerhinterzieher zur Verantwortung gezogen werden sollen, und nicht nur Kostas-Normalverbraucher, der sich durch das Umgehen des Fiskus keinen Luxus sondern seinen täglichen Lebensunterhalt zu finanzieren versucht, hat einige Recherchen notwenig gemacht. An dieser Stelle wird um Verständnis darum gebeten, dass hier aus sicherlich verständlichen Gründen keine Quellen genannt werden können. Genau genommen wird das auch nicht unbedingt als notwendig erachtet, denn bei allen, von an entsprechenden Stellen sitzenden Personen gemachten Äußerungen, handelt es sich letztendlich lediglich um das laute Aussprechen von "offenen Geheimnissen" ...
Die Ansichten über diese Aktion sind hier in Hellas recht eindeutig: Man lächelt, man kommentiert es kaum. Wie sich diese lethargisch anmutende Reaktion zu einem Schritt erklären lässt, der doch eigentlich Hoffnung darauf wecken sollte, dass nun endlich auch mal die großen Steuerhinterzieher zur Verantwortung gezogen werden sollen, und nicht nur Kostas-Normalverbraucher, der sich durch das Umgehen des Fiskus keinen Luxus sondern seinen täglichen Lebensunterhalt zu finanzieren versucht, hat einige Recherchen notwenig gemacht. An dieser Stelle wird um Verständnis darum gebeten, dass hier aus sicherlich verständlichen Gründen keine Quellen genannt werden können. Genau genommen wird das auch nicht unbedingt als notwendig erachtet, denn bei allen, von an entsprechenden Stellen sitzenden Personen gemachten Äußerungen, handelt es sich letztendlich lediglich um das laute Aussprechen von "offenen Geheimnissen" ...
Seit es Jachten und Segelboote gibt, ist es auch bekannt, dass die großen und sehr luxuriösen, im Piräus vor Anker liegenden Jachten und Segelboote nicht Kostas-Normalverbraucher gehören können, sondern dass es sich bei deren Eigentümer um Banker, Reeder, Politiker, Vorstandsmitglieder (oft auch von Niederlassungen ausländischer Firmen), etc. handelt.
Diese, sowohl in der Anschaffung als auch in der Haltung recht kostspieligen "Spielzeuge", kreuzen und segeln nicht selten unter ausländischer Flagge durchs Mittelmeer, die in Griechenland dafür erhobene Luxussteuer ist auch den reichen Inhabern meistens zu hoch, also haben sie sie im billigeren Ausland angemeldet. Laut Informationen sei das gar nicht ganz so unkompliziert, wie es sich hier anhören mag, es hieß, man brauche schon ein paar gute Beziehungen, damit alles reibungslos und "legal" ablaufe.
Doch nicht nur, um die Steuern in Hellas umgehen zu können, wird gerne unter "fremder Flagge" Urlaub auf dem Meer gemacht, es gehe hier wohl in erster Linie darum, so wurde erklärt, dass bei dem Erwerb eines so kostspieligen Luxusartikel wie einer Jacht auch offen darlegt werden müsse, woher man das Geld für die Anschaffung bzw. für die Finanzierung habe. So wolle der Staat sicherstellen, dass auch tatsächlich jedes Einkommen dem Finanzamt bekannt sei und entsprechend versteuert werden könne.
Nicht nur, weil der Steuersatz in Griechenland einer der höchsten in der EU sei, so hieß es, sondern auch, weil die Einnahmequellen nicht immer die "saubersten" seien, suche der wohlhabende und zumeist in der Gesellschaft hoch angesehene Grieche stets nach Möglichkeiten, die Offenlegung der Quelle und der exakten Höhe seiner Einkünfte zu umgehen. Hier helfe ein bisschen "Kleingeld", das unter dem Namen "fakelos" (griech.: φάκελος) bekannt ist, und das ursprünglich aus einem in einen Briefumschlag gesteckten Geldbetrag bestand, der diskret über den Schreibtisch des unter diesen Umständen gerne Helfenden geschoben wurde. Heute werde der Begriff eher sinnbildlich benutzt, sein Sinn, in diesem Fall das Umgehen des Ausfüllens so manches Formulars, sei jedoch derselbe geblieben.
Das alles sei Kostas-Normalverbraucher selbstverständlich bekannt, nutze doch auch er in der Regel derartige Möglichkeiten wo immer sie sich ihm böten, allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied:
Ihm gehe es normalerweise nicht darum, sich ein luxuriöses Leben zu finanzieren, er wolle sich in der Regel gewisse Steuerausgaben nur aus dem Grund sparen, weil sie seinen Tages- oder Monatslohn derart schmälern könnten, dass er grundlegende Probleme beim Finanzieren seines ganz normalen, täglichen Lebens bekomme - hier wurden Auto, Handy, Internetanschluss und wenigstens ein Urlaub im Jahr dazu gezählt. Außerdem nutze er eher selten ein fakelos zum Umgehen des Fiskus, hier werde zumeist einfach nur die Angabe von Einnahmequellen unterlassen, umgangen, oder aber schlicht und ergreifend gelogen.
Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass sich die wirklich großen Einkommensträger Griechenlands gar nicht unbedingt in ihrer Heimat aufhielten, nicht wenige hätten sich schon lange im steuergünstigeren Ausland niedergelassen, natürlich nicht, ohne vorher ihr in Griechenland erwirtschaftes, nicht unbeträchtliches Vermögen so geschickt, und nicht selten mit entsprechender Hilfe von "fakelos"-Empfängern, auf die Banken des zur neuen Heimat ausersehenen Landes zu transferieren, dass es hier nicht oder kaum aufgefallen sei. Nicht wenige dieser reichen Auswanderer bezögen noch immer Gewinne aus Griechenland, doch auch diese flössen stets am griechischen Finanzamt vorbei, ohne angetastet zu werden.
Man müsse als wohlhabender bis reicher Grieche jedoch nicht unbedingt sein schönes Hellas verlassen, um tatsächlich in den Genuss zu kommen, sein am Fiskus vorbei dirigiertes, oder aber kaum von ihm angetastetes Vermögen in vollen Zügen genießen zu können, wurde weiter ausgeführt. Es wurde empfohlen, doch einmal selbst Recherchen anzustellen, um sich ein Bild davon machen zu können, wie viele Griechen es noch gebe, die sich von den neu eingeführten, hohen Steuersätzen kaum bis überhaupt nicht beeindruckt zeigen, ganz so, als beträfen sie sie nicht.
Die Zeit intensive Suche im Internet führte , wie man es hier schon gewöhnt ist, im deutschen Netz viel rascher zu Ergebnissen, als im griechischen, genau genommen kann sich im griechischen Netz nur auf Blogs bezogen werden, bei denen sich das Überpüfen von Glaubwürdigkeit und Wahrheitsgehalt der angeführten Informationen als sehr schwierig gestaltet.
So berichtet eine am 21. September 2011 im ARD Report Mainz gesendete Reportage unter dem Titel "Reich im Pleitestaat", in der im Zusammenhang mit den Reichen Griechenlands immer wieder der Begriff "Diskretion" fällt, was sehr nachdenklich stimmen kann, wenn o.g. Informationen zu Grunde gelegt werden. Natürlich ist bekannt, dass "die Reichen" gerne unter sich bleiben und sich nicht gerne unter die Kostas-Normalverbraucher mischen, doch es fällt die Formulierung, Diskretion darüber, dass sie "viel Geld ausgeben", sei besonders "in den Zeiten der Krise" sehr erwünscht, was dann doch nachdenklich stimmen könnte.
In jedem Fall aber führt diese Reportage zu der Überlegung, wie es denn möglich sein kann, dass die Einführung der neuen, extrem hohen Steuersätze sowie der neuen Luxussteuer zwar den Kostas-Normalverbraucher an den Rande des Ruins treiben können, da sie ja z.B. auch die Steuer für sein 1,8-Liter Auto in die Höhe getrieben hat, den Lebenswandel der in der Reportage gezeigten Griechen jedoch in keinster Weise zu berühren oder gar zu verändern scheint.
Und warum das genannte V.I.P.-Lokal trotz der Steuerhinterziehung in Höhe von 4.000.000 Euro noch immer ganz normal arbeiten kann - über Ermittlungen oder gar eine Gerichtsverhandlung wegen dieser Hinterziehung eines nicht unbeträchtlichen Betrages konnte trotz intensiver Recherchen nichts gefunden werden - macht ebenfalls Raum für diverse Überlegungen.
Natürlich fand auch der Name der berühmten und beliebten, griechischen Sängerin Nana Mouskouri Nennung, die seit ihrer sehr negativen Bewertung ihrer Landsleute in Griechenland durchaus nicht mehr ganz so beliebt ist. Allerding wurde hier eingeräumt, dass sie sich ihren Reichtum im Ausland erwirtschaftet habe, ob sie zu Steuerzahlungen in ihrem Heimatland verpflichtet sei, das sei anzuzweifeln, wurde mitgeteilt.
Interessant und aufschlussreich erscheint in diesem Zusammenhang auch ein beim Suchen im Internet gefundener Fernsehbericht, ebenfalls des ARD Report Mainz, der am 23. November 2011 ausgetrahlt wurde.
Unter dem Titel "Warum die EU-Milliardenhilfe nicht in Griechenland ankommt - Endstation Schweiz" wird über das Leben der superreichen Griechen am Genfer See berichtet.
Zur Ehrenrettung des in dem Bericht genannten Georgios Koukis (griech.: Γεώγιος Κούκης) sei angemerkt, dass er bereits im Jahr 1971, also noch während der Zeit der Militärdiktatur (griech.: Χούντα - Chunta, ein Begriff, der aus Spanien übernommen worden ist), von Griechenland nach Australien auswanderte, und sein Vermögen durchaus nicht in seiner Heimat erwirtschaftet hat. Er ist Gründer und Chairman des Banksoftware-Unternehmens Temenos, das in der Schweiz ansässig ist, und hat ganz offensichtlich keinerlei Veranlassung, irgendwelche seiner im Ausland erwirtschafteter Gelder nach Griechenland fließen zu lassen.
Allerdings berichtet die Reportage weiterhin darüber, dass - zumindest bis zum Zeitpunkt ihrer Erstellung - seitens der griechischen Regierung(en) keinerlei Interesse daran zu bestehen scheint, Transparenz in das Transferieren von in Griechenland erwirtschafteten Geldern in die Schweiz zu bringen, was wiederum zu Überlegungen über die Gründe dafür anregen könnte.
Die gemachten Recherchen über ein Thema, das durchaus nicht neu und auch nicht nur in Griechenland bekannt ist, regten zu einer weiteren Spekulation an, es sei allerdings betont, dass es sich hierbei um eine persönliche Meinung handelt, die sich während der Recherchen aus logischen Überlegungen heraus gebildet hat:
Es wird wohl nie dazu kommen, dass diese Form der Korruption und Bestechung ernsthaft bekämpft werden wird, denn es scheint sich dabei um einen sich in Jahrzehnten (wenn nicht sogar Jahrhunderten) entwickelten "Wirtschaftszweig" des Landes zu handeln, der, wenn er durchleuchtet würde, wohl nicht wenige bekannte griechische, aber möglicherweise auch nicht-griechische Namen ans Tageslicht befördern könnte. Namen, die aus der Welt der Politik, aus der der länderübergreifenden Wirtschaft und großer Konzerne bekannt sind.
Und vielleicht kann man, wenn man die Sache von diesem Standpunkt aus betrachtet, sowohl für das lethargische Lächeln wie auch für die Wutausbrüche vieler Kostas-Normalverbraucher Verständnis aufbringen, wenn ihre Tages- und Monatslöhne und ihre nicht selten unter der 400-Euro-Grenze liegenden Renten gemäß den Forderungen der EU-Politiker und der Troika ständig aufs Neue reduziert werden - offensichtlich jedoch (be)trifft das ausschließlich nur sie.
Abschließend sei noch die Bemerkung erlaubt, dass es möglicherweise aufs Heftigste anzuzweifeln sein könnte, das alles sei ein ausschließlich griechisches Phänomen. Vielleicht steckt ein bisschen Griechenland in jedem Staat, insbesondere innerhalb der EU, denn mehr oder weniger politisch wie wirtschaftlich miteinander verknüpft sind ja doch alle Mitglieder dieser Union. Außerdem stellt sich doch auch die Frage, warum auch EU-Regierung und Troika zwar auf Daumenschrauben im Leben des Kostas-Normalverbrauchers besteht, und alle damit zusammenhängenden, notwendigen Schritte mit großer Vehemenz einfordert, sich jedoch um die Tranparenz der Einkunftsquellen reicher Griechen, ob sie nun im Ausland oder in Griechenland leben, nicht so intensiv zu bemühen scheinen.
Doch nicht nur, um die Steuern in Hellas umgehen zu können, wird gerne unter "fremder Flagge" Urlaub auf dem Meer gemacht, es gehe hier wohl in erster Linie darum, so wurde erklärt, dass bei dem Erwerb eines so kostspieligen Luxusartikel wie einer Jacht auch offen darlegt werden müsse, woher man das Geld für die Anschaffung bzw. für die Finanzierung habe. So wolle der Staat sicherstellen, dass auch tatsächlich jedes Einkommen dem Finanzamt bekannt sei und entsprechend versteuert werden könne.
Nicht nur, weil der Steuersatz in Griechenland einer der höchsten in der EU sei, so hieß es, sondern auch, weil die Einnahmequellen nicht immer die "saubersten" seien, suche der wohlhabende und zumeist in der Gesellschaft hoch angesehene Grieche stets nach Möglichkeiten, die Offenlegung der Quelle und der exakten Höhe seiner Einkünfte zu umgehen. Hier helfe ein bisschen "Kleingeld", das unter dem Namen "fakelos" (griech.: φάκελος) bekannt ist, und das ursprünglich aus einem in einen Briefumschlag gesteckten Geldbetrag bestand, der diskret über den Schreibtisch des unter diesen Umständen gerne Helfenden geschoben wurde. Heute werde der Begriff eher sinnbildlich benutzt, sein Sinn, in diesem Fall das Umgehen des Ausfüllens so manches Formulars, sei jedoch derselbe geblieben.
Das alles sei Kostas-Normalverbraucher selbstverständlich bekannt, nutze doch auch er in der Regel derartige Möglichkeiten wo immer sie sich ihm böten, allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied:
Ihm gehe es normalerweise nicht darum, sich ein luxuriöses Leben zu finanzieren, er wolle sich in der Regel gewisse Steuerausgaben nur aus dem Grund sparen, weil sie seinen Tages- oder Monatslohn derart schmälern könnten, dass er grundlegende Probleme beim Finanzieren seines ganz normalen, täglichen Lebens bekomme - hier wurden Auto, Handy, Internetanschluss und wenigstens ein Urlaub im Jahr dazu gezählt. Außerdem nutze er eher selten ein fakelos zum Umgehen des Fiskus, hier werde zumeist einfach nur die Angabe von Einnahmequellen unterlassen, umgangen, oder aber schlicht und ergreifend gelogen.
Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass sich die wirklich großen Einkommensträger Griechenlands gar nicht unbedingt in ihrer Heimat aufhielten, nicht wenige hätten sich schon lange im steuergünstigeren Ausland niedergelassen, natürlich nicht, ohne vorher ihr in Griechenland erwirtschaftes, nicht unbeträchtliches Vermögen so geschickt, und nicht selten mit entsprechender Hilfe von "fakelos"-Empfängern, auf die Banken des zur neuen Heimat ausersehenen Landes zu transferieren, dass es hier nicht oder kaum aufgefallen sei. Nicht wenige dieser reichen Auswanderer bezögen noch immer Gewinne aus Griechenland, doch auch diese flössen stets am griechischen Finanzamt vorbei, ohne angetastet zu werden.
Man müsse als wohlhabender bis reicher Grieche jedoch nicht unbedingt sein schönes Hellas verlassen, um tatsächlich in den Genuss zu kommen, sein am Fiskus vorbei dirigiertes, oder aber kaum von ihm angetastetes Vermögen in vollen Zügen genießen zu können, wurde weiter ausgeführt. Es wurde empfohlen, doch einmal selbst Recherchen anzustellen, um sich ein Bild davon machen zu können, wie viele Griechen es noch gebe, die sich von den neu eingeführten, hohen Steuersätzen kaum bis überhaupt nicht beeindruckt zeigen, ganz so, als beträfen sie sie nicht.
Die Zeit intensive Suche im Internet führte , wie man es hier schon gewöhnt ist, im deutschen Netz viel rascher zu Ergebnissen, als im griechischen, genau genommen kann sich im griechischen Netz nur auf Blogs bezogen werden, bei denen sich das Überpüfen von Glaubwürdigkeit und Wahrheitsgehalt der angeführten Informationen als sehr schwierig gestaltet.
So berichtet eine am 21. September 2011 im ARD Report Mainz gesendete Reportage unter dem Titel "Reich im Pleitestaat", in der im Zusammenhang mit den Reichen Griechenlands immer wieder der Begriff "Diskretion" fällt, was sehr nachdenklich stimmen kann, wenn o.g. Informationen zu Grunde gelegt werden. Natürlich ist bekannt, dass "die Reichen" gerne unter sich bleiben und sich nicht gerne unter die Kostas-Normalverbraucher mischen, doch es fällt die Formulierung, Diskretion darüber, dass sie "viel Geld ausgeben", sei besonders "in den Zeiten der Krise" sehr erwünscht, was dann doch nachdenklich stimmen könnte.
In jedem Fall aber führt diese Reportage zu der Überlegung, wie es denn möglich sein kann, dass die Einführung der neuen, extrem hohen Steuersätze sowie der neuen Luxussteuer zwar den Kostas-Normalverbraucher an den Rande des Ruins treiben können, da sie ja z.B. auch die Steuer für sein 1,8-Liter Auto in die Höhe getrieben hat, den Lebenswandel der in der Reportage gezeigten Griechen jedoch in keinster Weise zu berühren oder gar zu verändern scheint.
Und warum das genannte V.I.P.-Lokal trotz der Steuerhinterziehung in Höhe von 4.000.000 Euro noch immer ganz normal arbeiten kann - über Ermittlungen oder gar eine Gerichtsverhandlung wegen dieser Hinterziehung eines nicht unbeträchtlichen Betrages konnte trotz intensiver Recherchen nichts gefunden werden - macht ebenfalls Raum für diverse Überlegungen.
Natürlich fand auch der Name der berühmten und beliebten, griechischen Sängerin Nana Mouskouri Nennung, die seit ihrer sehr negativen Bewertung ihrer Landsleute in Griechenland durchaus nicht mehr ganz so beliebt ist. Allerding wurde hier eingeräumt, dass sie sich ihren Reichtum im Ausland erwirtschaftet habe, ob sie zu Steuerzahlungen in ihrem Heimatland verpflichtet sei, das sei anzuzweifeln, wurde mitgeteilt.
Interessant und aufschlussreich erscheint in diesem Zusammenhang auch ein beim Suchen im Internet gefundener Fernsehbericht, ebenfalls des ARD Report Mainz, der am 23. November 2011 ausgetrahlt wurde.
Unter dem Titel "Warum die EU-Milliardenhilfe nicht in Griechenland ankommt - Endstation Schweiz" wird über das Leben der superreichen Griechen am Genfer See berichtet.
Zur Ehrenrettung des in dem Bericht genannten Georgios Koukis (griech.: Γεώγιος Κούκης) sei angemerkt, dass er bereits im Jahr 1971, also noch während der Zeit der Militärdiktatur (griech.: Χούντα - Chunta, ein Begriff, der aus Spanien übernommen worden ist), von Griechenland nach Australien auswanderte, und sein Vermögen durchaus nicht in seiner Heimat erwirtschaftet hat. Er ist Gründer und Chairman des Banksoftware-Unternehmens Temenos, das in der Schweiz ansässig ist, und hat ganz offensichtlich keinerlei Veranlassung, irgendwelche seiner im Ausland erwirtschafteter Gelder nach Griechenland fließen zu lassen.
Allerdings berichtet die Reportage weiterhin darüber, dass - zumindest bis zum Zeitpunkt ihrer Erstellung - seitens der griechischen Regierung(en) keinerlei Interesse daran zu bestehen scheint, Transparenz in das Transferieren von in Griechenland erwirtschafteten Geldern in die Schweiz zu bringen, was wiederum zu Überlegungen über die Gründe dafür anregen könnte.
Die gemachten Recherchen über ein Thema, das durchaus nicht neu und auch nicht nur in Griechenland bekannt ist, regten zu einer weiteren Spekulation an, es sei allerdings betont, dass es sich hierbei um eine persönliche Meinung handelt, die sich während der Recherchen aus logischen Überlegungen heraus gebildet hat:
Es wird wohl nie dazu kommen, dass diese Form der Korruption und Bestechung ernsthaft bekämpft werden wird, denn es scheint sich dabei um einen sich in Jahrzehnten (wenn nicht sogar Jahrhunderten) entwickelten "Wirtschaftszweig" des Landes zu handeln, der, wenn er durchleuchtet würde, wohl nicht wenige bekannte griechische, aber möglicherweise auch nicht-griechische Namen ans Tageslicht befördern könnte. Namen, die aus der Welt der Politik, aus der der länderübergreifenden Wirtschaft und großer Konzerne bekannt sind.
Und vielleicht kann man, wenn man die Sache von diesem Standpunkt aus betrachtet, sowohl für das lethargische Lächeln wie auch für die Wutausbrüche vieler Kostas-Normalverbraucher Verständnis aufbringen, wenn ihre Tages- und Monatslöhne und ihre nicht selten unter der 400-Euro-Grenze liegenden Renten gemäß den Forderungen der EU-Politiker und der Troika ständig aufs Neue reduziert werden - offensichtlich jedoch (be)trifft das ausschließlich nur sie.
Abschließend sei noch die Bemerkung erlaubt, dass es möglicherweise aufs Heftigste anzuzweifeln sein könnte, das alles sei ein ausschließlich griechisches Phänomen. Vielleicht steckt ein bisschen Griechenland in jedem Staat, insbesondere innerhalb der EU, denn mehr oder weniger politisch wie wirtschaftlich miteinander verknüpft sind ja doch alle Mitglieder dieser Union. Außerdem stellt sich doch auch die Frage, warum auch EU-Regierung und Troika zwar auf Daumenschrauben im Leben des Kostas-Normalverbrauchers besteht, und alle damit zusammenhängenden, notwendigen Schritte mit großer Vehemenz einfordert, sich jedoch um die Tranparenz der Einkunftsquellen reicher Griechen, ob sie nun im Ausland oder in Griechenland leben, nicht so intensiv zu bemühen scheinen.
Vielen Dank für diesen Bericht,
AntwortenLöschenmir scheint, das es einfacher ist von der Troika gegen die Bevölkerung neu Sparmassnahmen zu verhängen. Die "Reichen" wissen sich zu wehren. Nur die Bürger von Griechenland können Ihren korrupten Politikern den "Hahn abdrehen" indem Sie ANDERE, ehrliche Menschen in die Betreffenden Ämter wählen. Da frage ich mich natürlich, warum das noch nicht passiert ist?? Aber demnächst gibst ja wohl Neuwahlen in Griechenland.