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Sonntag, 20. Mai 2012

Besten Dank, Herr Schäuble!



Sehr geehrter Bundesfinanzminister Schäuble,

Sie unterliegen einem schweren Irrtum! 
Die Tatsache, dass Griechenland zur Zeit keine Regierung hat, verunsichert hier niemanden, es zeigt dem Volk ganz im Gegenteil, dass man im Kollektiv aufgewacht ist und sich im Kollektiv nicht mehr so leicht zum Narren machen lässt.
Verunsichert sind die Menschen hier vielmehr von der Formulierung "Hilfe für Griechenland", denn das Wort "Hilfe" ist klar definiert und beinhaltet sicherlich nicht, dass die Kreativität der Politik sich darin erschöpft, Kostas Normalverbraucher seiner Lebensgrundlage immer mehr zu berauben.
Verunsichert sind die Menschen hier davon, dass Ihre so genannten "strukturellen Reformen" ausschließlich Kostas Normalverbraucher betreffen, ihm seinen Arbeitsplatz und das bisschen soziale System nehmen, das hier existiert, während korrupte Politiker und Wirtschaftsbosse weiterhin wirtschaften können wie bisher (dazu das Interview im Beitrag "Ein Krankenhaus in Griechenland - Teil 3").
Verunsichert sind die Menschen hier von der Angst davor, was Sie und Ihre Kollegen an weiteren "Maßnahmen" für das Volk bereithalten, etwas Gutes jedoch erwartet sicher niemand mehr.
Hätten Sie und Ihre Kollegen auch nur einen einzigen, kleinen Schritt getan, um tatsächliche und dem Volk dienende Reformen zu kreieren und umzusetzen, dann wäre das Volk lange nicht so verunsichert, wie es das ist.
Ihre Ausssage, Herr Bundesfinanzminister, dass die Griechen "über ihre Verhältnisse" gelebt hätten, ist schlicht unwahr, es wäre wirklich interessant zu erfahren, wer der Schöpfer dieser immer wieder gern heruntergeleierten Phrase war, denn mit diesem Wissen könnte man vielleicht wenigstens die Ahnung einer Ahnung bekommen, welches Ziel Sie und Ihre Kollegen mit Ihren so genannten "Reformen" tatsächlich verfolgen.



"Wer den Griechen einredet, sie bräuchten sich an das vereinbarte Sparprogramm nicht halten, der belügt das griechische Volk", so die Meinung des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble
Und "... Im Übrigen seien die strukturellen Reformen in Griechenland so oder so notwendig, ein "weiter so wie bisher" funktioniere nicht, in keinem Szenario. ...

Des Weiteren:  "... Je schneller in Griechenland eine tragfähige Regierung zustande kommt, desto besser. Die gegenwärtige Situation verunsichert die Menschen. Genau das soll Politik nicht tun. ..."

Wie es den Griechen mit den momentan durchgesetzten Sparmaßnahmen geht, kann man sich in folgendem Video ansehen, wobei hier noch nicht die Situation derjenigen gezeigt wird, die durch die bisher durchgeführten "Reformen" ihre Arbeitsplätze verloren haben. Dann kann man sich vielleicht selbst ein Bild davon machen, wovon die MENSCHEN hier wirklich verunsichert sein könnten.




Noch einmal:
Besten Dank, Herr Schäuble.
 

Kommentare:

  1. Natürlich steht es den Griechen frei Schulden nach Lust und Laune zu machen, auf Steuern zu verzichten.... Aber in ihrer eigenen Währung. Der Markt legt dann fest, was diese Währung wert ist. In der Eurozone gäbe es mit Sicherheit eine breite Mehrheit für das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro. Das muß mal so geschrieben werden, wie es ist. Auch unter den Bürgern der Eurozone. Weil Griechenland ein übler Brandherd ist, der andere Länder in den Abgrund getrieben hat.

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    1. Es ist schön zu sehen, wie argumentfreie Propaganda bei diesem Kommentator zur Absonderung von BILD-Sprechblasen geführt hat.

      Hans-H.

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  2. liebe kostas normalverbraucher,ich bin lt. ausweis "deutsch", aber ich hoffe, das ihr bald aus der misere raus kommt und es euch besser geht.
    diese politik ist wirklich menschenverachtend.
    ich wünsche den leuten die überhaupt nichts dafür können viel kraft! es ist wirklich schade, das die menschen bis heute nichts aus der geschichte
    gelernt haben...( sofern sie diese auch kennen...)
    hier ein song (is schon älter..)http://www.youtube.com/watch?v=no_Pv7McXVg
    der schäuble spricht nicht für alle deutschen...
    nur leider schlafen die "deutschen" immer noch.
    danke für den blog... viele grüße und kraft aus "D"

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