Sehr geehrter Bundesfinanzminister Schäuble,
Sie unterliegen einem schweren Irrtum!
Die
Tatsache, dass Griechenland zur Zeit keine Regierung hat, verunsichert
hier niemanden, es zeigt dem Volk ganz im Gegenteil, dass man im
Kollektiv aufgewacht ist und sich im Kollektiv nicht mehr so leicht zum
Narren machen lässt.
Verunsichert sind die Menschen hier vielmehr von der Formulierung "Hilfe für
Griechenland", denn das Wort "Hilfe" ist klar definiert und beinhaltet
sicherlich nicht, dass die Kreativität der Politik sich darin erschöpft,
Kostas Normalverbraucher seiner Lebensgrundlage immer mehr zu berauben.
Verunsichert sind die Menschen hier davon, dass Ihre so genannten
"strukturellen Reformen" ausschließlich Kostas Normalverbraucher betreffen, ihm
seinen Arbeitsplatz und das bisschen soziale System nehmen, das hier
existiert, während korrupte Politiker und Wirtschaftsbosse weiterhin
wirtschaften können wie bisher (dazu das Interview im Beitrag "Ein Krankenhaus in Griechenland - Teil 3").
Verunsichert sind die Menschen
hier von der Angst davor, was Sie und Ihre Kollegen an weiteren
"Maßnahmen" für das Volk bereithalten, etwas Gutes jedoch erwartet
sicher niemand mehr.
Hätten Sie und Ihre Kollegen auch nur einen einzigen, kleinen Schritt
getan, um tatsächliche und dem Volk dienende Reformen zu kreieren und
umzusetzen, dann wäre das Volk lange nicht so verunsichert, wie es das
ist.
Ihre Ausssage, Herr Bundesfinanzminister, dass die Griechen "über
ihre Verhältnisse" gelebt hätten, ist schlicht unwahr, es wäre wirklich
interessant zu erfahren, wer der Schöpfer dieser immer wieder gern
heruntergeleierten Phrase war, denn mit diesem Wissen könnte man
vielleicht wenigstens die Ahnung einer Ahnung bekommen, welches Ziel Sie
und Ihre Kollegen mit Ihren so genannten "Reformen"
tatsächlich verfolgen.
"Wer den Griechen einredet, sie bräuchten sich an das vereinbarte Sparprogramm nicht halten, der belügt das griechische Volk", so die Meinung des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble.
Und "... Im Übrigen seien die strukturellen Reformen in Griechenland so oder so
notwendig, ein "weiter so wie bisher" funktioniere nicht, in keinem
Szenario. ..."
Des Weiteren: "... Je schneller in Griechenland eine tragfähige Regierung zustande kommt,
desto besser. Die gegenwärtige Situation verunsichert die Menschen.
Genau das soll Politik nicht tun. ..."
Wie es den Griechen mit den momentan durchgesetzten Sparmaßnahmen geht, kann man sich in folgendem Video ansehen, wobei hier noch nicht die Situation derjenigen gezeigt wird, die durch die bisher durchgeführten "Reformen" ihre Arbeitsplätze verloren haben. Dann kann man sich vielleicht selbst ein Bild davon machen, wovon die MENSCHEN hier wirklich verunsichert sein könnten.
Noch einmal:
Besten Dank, Herr Schäuble.
Natürlich steht es den Griechen frei Schulden nach Lust und Laune zu machen, auf Steuern zu verzichten.... Aber in ihrer eigenen Währung. Der Markt legt dann fest, was diese Währung wert ist. In der Eurozone gäbe es mit Sicherheit eine breite Mehrheit für das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro. Das muß mal so geschrieben werden, wie es ist. Auch unter den Bürgern der Eurozone. Weil Griechenland ein übler Brandherd ist, der andere Länder in den Abgrund getrieben hat.
AntwortenLöschenEs ist schön zu sehen, wie argumentfreie Propaganda bei diesem Kommentator zur Absonderung von BILD-Sprechblasen geführt hat.
LöschenHans-H.
liebe kostas normalverbraucher,ich bin lt. ausweis "deutsch", aber ich hoffe, das ihr bald aus der misere raus kommt und es euch besser geht.
AntwortenLöschendiese politik ist wirklich menschenverachtend.
ich wünsche den leuten die überhaupt nichts dafür können viel kraft! es ist wirklich schade, das die menschen bis heute nichts aus der geschichte
gelernt haben...( sofern sie diese auch kennen...)
hier ein song (is schon älter..)http://www.youtube.com/watch?v=no_Pv7McXVg
der schäuble spricht nicht für alle deutschen...
nur leider schlafen die "deutschen" immer noch.
danke für den blog... viele grüße und kraft aus "D"