Immer wieder hörte und las man in den ersten Jahren
nach der Einführung des Euro, dass um die Kennzeichnung der Euro-Scheine eine
gewisse Verwirrung zu herrschen schien, dass man sich nicht so ganz sicher war,
ob es nun feststellbar sei, aus welchem Land der EWU ein Euroschein stamme,
oder aber nicht. Mittlerweile jedoch scheint sich das Ganze aufgeklärt zu
haben, es ist zwischenzeitlich jedem Interessierten klar, dass die Scheine
natürlich eine entsprechende Kennung aufweisen, die angibt, welchem
Mitgliedsland der Europäischen Währungsunion der jeweilige Geldschein
zuzuordnen ist.
So ist zwischenzeitlich auch sicherlich bekannt, dass
die Europäische Zentralbank EZB in ihrer von den Banken ausgegebenen
Informationsbroschüre der Euro. UNSER Geld vom September 2002, zwar bekannt gab:
„ … Während die Banknoten in allen zwölf Ländern des
Euroraums identisch sind, haben die Münzen neben einer gemeinsamen Vorderseite
eine nationale Rückseite. …“,
sich jedoch in ihrer Internetseite ganz überraschend selbst
widerspricht – der Begriff von „identisch“ ist im deutschen Sprachgebrauch nun
einmal ganz klar definiert - und erklärt,
dass die Banknoten eben doch nicht im tatsächlichen Sinn des Wortes identisch
seien:
„ … Ländercodes
Anhand des Buchstabens bzw. Ländercodes vor der
Seriennummer kann man erkennen, welche Zentralbank den Druck einer Banknote in
Auftrag gegeben hat (siehe nachfolgende Abbildung); allerdings gibt der Code
nicht zwangsläufig Auskunft darüber, in welchem Land die Banknote gedruckt
wurde. …“
In welchem Land ein Euroschein tatsächlich gedruckt
wurde, darüber gibt die Vorderseite der Scheine Auskunft (bitte hier klicken,
um zur Quelle zu gelangen und zu checken, in welchem Land eine Banknote gedruckt wurde), manche Mitgliedsländer der Eurozone verfügten
schlicht nicht über die nötige Kapazität, alle Scheine selbst und im eigenen
Land drucken zu können. Man benötigt allerdings eine Lupe, um die entsprechende Kennung
ausmachen zu können, sie besteht aus einer winzigen
Zahlen-Buchstaben-Kombination und ist an folgenden Platzierungen zu finden:
- Bei den 5-Euro-Scheinen im grauen Randbereich der
Banknote, einen Zentimeter über dem Aufdruck „5 EURO“.
- Bei den 10-Euro-Scheinen am linken Rand des
orangefarbenen Streifens, vom linken Stern diagonal etwa 0,5 cm nach oben.
- Bei den 20-Euro-Scheinen in einem der Sterne, die
sich um den angedeuteten Bogen entlang ziehen.
- Bei den 50-Euro-Scheinen rechts, in dem
orangefarbenen Bereich über dem Spezialfolien-Element.
Auch bei den anderen Scheinen kann mittels einer Lupe
diese Kennung leicht gefunden werden.
Rein aus persönlichem Interesse und in Erinnerung
daran, dass bereits im vergangenen Jahr in diversen Blogs, unter anderem hier, über dieses Thema berichtet worden ist, habe ich eine kleine Überprüfung der in unserem Ort befindlichen Euroscheine begonnen.
Das Ergebnis hat selbstverständlich rein
statistischen Wert, denn die Recherche darüber, aus welchen Ländern die hier
zirkulierenden Euroscheine stammen, hatte sich über 6 Tage hingezogen,
sicherlich sind während dieser Zeit nicht wenige Scheine mehrfach gezählt
worden.
Auch darüber, warum es zu diesem Ergebnis gekommen
ist, soll an dieser Stelle nicht spekuliert werden, den bereitwillig ihre
Euroscheine zählenden Griechen – Geschäftsleute wie Privatmenschen – fielen
dabei die schlichtesten bis abenteuerlichsten Erklärungen ein. Allerdings waren
nahezu alle extrem überrascht zu erfahren, dass es eben NICHT nur die Münzen
sind, die über ihr Herkunftsland Auskunft geben, das war den wenigsten bereits bekannt.
Insgesamt sind in einem Zeitraum von 6 Tagen
742 Banknoten erfasst worden.
Malta, Slowenien und die Slowakei waren mit unter
einem Prozent vertreten, hier fanden sich nur vereinzelt Euro-Banknoten.
Finnland, Portugal, Österreich, Irland, Belgien und
Spanien fallen mit insgesamt 8,87 % ebenfalls kaum ins Gewicht.
Bei den folgenden Ländern ist
eine Einzelnennung nicht uninteressant, da die aus ihnen stammenden
Euro-Banknoten häufiger vertreten waren:
-
Frankreich:
9,93 %
-
Italien:
10,29 %
-
Griechenland:
12,93 %
-
Holland:
18,23 %
-
Deutschland:
39,75 %
Die Aufsplittung der gezählten Scheine beim
Spitzenvertreter Deutschland ergibt folgendes Ergebnis:
5-Euro-Scheine: 22 Stück
10-Euro-Scheine: 43 Stück
20-Euro-Scheine: 34 Stück
50-Euro-Scheine: 193 Stück
100-Euro-Scheine: 3 Stück
Dazu im Vergleich die griechischen Scheine im Detail:
5-Euro-Scheine: 0 Stück
10-Euro-Scheine: 38 Stück
20-Euro-Scheine: 58 Stück
50-Euro-Scheine: 0 Stück
100-Euro-Scheine: 0 Stück
Eine 80-jährige Griechin, die gestern das von ihr Gesparte
für ihre Enkeltochter von der Εθνική Τράπεζα (Ethiniki Trapeza – Griechische Nationalbank)
abgehoben hat – es handelte sich um 1.000 Euro, die die Frau seit der Geburt
ihres Enkekindes im Laufe von 14 Jahren zusammengespart hatte – und dem Mädchen
das Geld mit den Worten: „Eigentlich wollte ich noch mehr zusammensparen, damit
du ein bisschen Geld für dein Studium hast. Es ist aber besser, wenn ich es dir
vor der Wahl gebe, gib es am besten aus und kauf dir was dafür, solange du noch
etwas dafür bekommst“, ließ mich die 20 Banknoten - alles 50-Euro-Scheine - die
sie am Bankschalter ausgezahlt bekommen hatte, überprüfen.
Ich fand dabei
1 Banknote aus Holland,
2 Banknoten aus Italien,
3 Banknoten aus Belgien,
14 Banknoten aus Deutschland,
eine griechische Banknote war nicht darunter.
Wie bereits oben ausdrücklich betont, ist diese
Statistik ganz sicher nicht repräsentativ für ganz Griechenland, außerdem ist
ihre Aussagekraft sicherlich anzuzweifeln, ganz gleich, welche Konsequenzen man
daraus ziehen mag. Ursprünglich ist sie auch aus rein persönlichem Interesse
gemacht worden, die Veröffentlichung in diesem Blog hat auf keinen Fall zum
Ziel, irgendwelche Überlegungen zu implizieren. Dennoch erlaube ich mir, wie meistens, eine
Persönliche Anmerkung:
Zunächst fiel mir bei der Auswertung der kleinen
Recherche auf, dass kein einziger griechischer 100-Euro-Schein auftauchte,
allerdings waren die ohnehin nur vier Mal vertreten, 3 aus Deutschland und
einer aus Italien. Bei der momentanen Lage in Griechenland ist es ja außerdem
nicht weiter verwunderlich, dass kaum mehr jemand einen grünen Schein im
Geldbeutel herumträgt, das dürfte auch in den anderen Euro-Ländern eher selten vorkommen.
Dass aber die griechischen Euroscheine insgesamt so
selten auftauchten, und vor allem, dass bei 742 geprüften Scheinen kein einiger
griechischer 50-Euro-Schein auftauchte, das wunderte mich dann doch.
Einige der Teilnehmenden meinten nach der Bekanntgabe
des Ergebnisses, die Anzahl der deutschen Scheine sei durch die erhaltenen
Kredite zu erklären, andere wiederum vertraten die Ansicht, es seien doch keine
Geldscheine per Post nach Griechenland geschickt worden, bei den Krediten
handle es sich lediglich um virtuelles, am Computer gebuchtes „Spielgeld“.
Auch kam hin und wieder die mit etwas Angst
unterlegte Frage: „Du bist doch Deutsche, glaubst du, dass die unsere
Euroscheine schon einziehen, weil wir so oder so aus der Eurozone fliegen?“,
worauf ich natürlich keine Antwort geben konnte, denn genau genommen kann ich
mir keine Meinung bilden, alles sind nur reine Vermutungen, und wilde Spekulationen sollte man bekanntlich besser für sich behalten, um keine weiteren Ängste, Unsicherheiten oder gar Panik auszulösen.
Nach den Wahlen am kommenden Sonntag wird sich ohnehin sicherlich so einiges
aufklären, sich so manche logische Antwort auf so manches „Rätsel“ ganz von selbst
ergeben.
Die meisten an dieser kleinen Recherche Teilnehmenden
jedoch haben ihre eigenen Konsequenzen aus dem Ergebnis gezogen, ganz gleich,
welche Erklärung sie für möglich und logisch hielten:
Sie legten die deutschen Euro-Banknoten erst mal auf
die Seite und meinten, sie werden sich bemühen, alle anderen, möglichst aber
nicht die deutschen Scheine auszugeben.
Nur für den Fall, dass …..
HINWEIS:
ICH WURDE FREUNDLICHST DARAUF HINGEWIESEN, DASS DAS ANKLICKEN DER OBEN GESETZTEN LINKS ZU EINEM 404-FEHLER FÜHRT.
WÄHREND DES SETZENS DER LINKS, DIE ZUR EZB FÜHREN SOLLTEN, HATTE ES KEINE PROBLEME GEGEBEN, ICH BITTE UM ENTSCHULDIGUNG.
WER SICH ALSO DER RICHTIGKEIT MEINER ANGABEN VERSICHERN MÖCHTE, KANN DAS LEIDER NICHT ÜBER DIE GESETZTEN LINKS MACHEN.
BITTE IN DER SUCHMASCHINE EINGEBEN:
EZB DER EURO UNSER GELD, WAS ZU DEM ENTSPRECHENDEN PDF FÜHRT,
UND
EZB EURO LÄNDERCODES, WO DIE ENTSPRECHENDE SEITE DER EZB GENANNT WIRD.
HINWEIS:
ICH WURDE FREUNDLICHST DARAUF HINGEWIESEN, DASS DAS ANKLICKEN DER OBEN GESETZTEN LINKS ZU EINEM 404-FEHLER FÜHRT.
WÄHREND DES SETZENS DER LINKS, DIE ZUR EZB FÜHREN SOLLTEN, HATTE ES KEINE PROBLEME GEGEBEN, ICH BITTE UM ENTSCHULDIGUNG.
WER SICH ALSO DER RICHTIGKEIT MEINER ANGABEN VERSICHERN MÖCHTE, KANN DAS LEIDER NICHT ÜBER DIE GESETZTEN LINKS MACHEN.
BITTE IN DER SUCHMASCHINE EINGEBEN:
EZB DER EURO UNSER GELD, WAS ZU DEM ENTSPRECHENDEN PDF FÜHRT,
UND
EZB EURO LÄNDERCODES, WO DIE ENTSPRECHENDE SEITE DER EZB GENANNT WIRD.
"...es handelte sich um 1.000 Euro...,(...)... ließ mich die 100 Banknoten - alles 50-Euro-Scheine..."
AntwortenLöschen...alles klar bei euch?
Als Antwort auf die Frage:
LöschenNein, genau genommen ist da wohl nicht alles so ganz klar gewesen ;-)
Vielen Dank für den Hinweis auf den Verschreiber, der ist bislang niemandem aufgefallen.
Und ... sorry.
ich habe gerade eine Mail erhalten: Sehr geehrter Herr Buchta,
AntwortenLöschenab sofort können wir bis auf weiteres keine Euro-Scheine
mit dem Buchstaben "Y" (Griechische Euro) mehr annehmen.
Wir setzen Sie davon in Kenntnis, sofern wir diese Regelung
wieder aufheben können.
Mit freundlichen Grüßen,
Mike Koschine
Dear Sir or Madam,
As of now we are not able to accept Euro banknotes
with the letter "Y" (Greek Euro bills) for the time being.
We will inform you in the case we are able to
suspend this regulation.
Yours sincerely,
Mike Koschine
KB Edelmetall AG
Geschäftsführer: Mike Koschine
Sitz: Vaduz
Dr.Grass-Strasse 8
FL9490 Vaduz
hat das überhapt irgendeine relevanz, WO der schein gedruckt wurde? ist für mich als endverbraucher nicht lediglich wichtig, im auftrag welcher zentralbank der schein gedruckt wurde?
AntwortenLöschenDas Problem ist ein anderes.Folgendes Szenario.Linksradikal gewinnt die Wahlen und kündigt alle Vereinbarungen und bleibt im Euro. So wie angekündigt von Tsapiras.Die EU stoppt alle Zahlungen an GR und Tsapiras weist die Gr Zentralbank an,unbegrenzt Euro Scheine zu drucken. Ist in Notsituationen sogar erlaubt. Was dann? Tsapiras überflutet den nationalen und internationalen Markt mit Gr Euro Scheinen. Wer nimmt dann noch Y Scheine ausserhalb GR noch an? Deshalb werden schon jetzt keine Y Scheine teilweise mehr angenommen
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