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Montag, 18. Juni 2012

Viele, internationale „Dankeschön“ an die Griechen


Bereits in der vergangenen Nacht gratulierte das Weiße Haus „den Griechen“ zu ihrer Wahl und betonte, der „Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist im Interesse von uns allen“.
Quelle: e-typos 

Wolfgang Schäuble erklärte, der Wahlsieg der ND werde von der deutschen Regierung als Entscheidung (Griechenlands) interpretiert, dass die „tiefen Reformen“ im Land weitergeführt werden sollten. Er betonte, dass der Weg Griechenlands weder schnell zu bewältigen, noch einfach sein werde, er sei jedoch notwendig, um dem griechischen Volk eine bessere Zukunft zu geben.
Quelle: e-typos

Bereits in der Wahlnacht gab die WWF bekannt, sie sei „bereit, mit der neuen Regierung zusammenzuarbeiten“.
Quelle: e-typos 

Nach dem Bekanntwerden der Wahlergebnisse zeigte sich ein „positives Klima auf den internationalen Märkten“, der Wert des Euro sei „auf dem höchsten Stand seit dem 22. Mai“, so berichtet in.gr hier.

Hermann van Rompoy und Manuel Baroso „freuten sich über Entschlossenheit der griechischen Bürger“ und gaben die schriftliche Erklärung ab:
Das griechische Volk hat gesprochen. Wir respektieren zutiefst seine demokratische Wahlentscheidung und drücken unsere Hoffnung aus, dass die Ergebnisse dieser Wahl umgehend zu der Bildung einer Regierung führen werden.“
Des Weiteren erklärten die beiden Politiker, sie sähen eine Zusammenarbeit voraus mit der neuen Regierung, und sie unterstrichen, dass sie damit fortfahren werden, „an der Seite Griechenlands als Mitglied der europäischen Familie und der Eurozone zu stehen“.
Quelle: e-typos 



Persönlicher Kommentar:

Viele weitere Dankesbezeugungen für die Wahl „des griechischen Volkes“ bereichern die Nachrichten in Griechenland, schmücken sie mit salbungsvollen Worten und erwecken den Eindruck, als sei das Ansehen des griechischen Volkes in den Augen der internationalen Politik bedeutend gestiegen – ich habe sehr selten derart viele wohlwollende Worte von führenden Politikern hören dürfen, wenn es um die Beurteilung der Wahl eines Volkes geht.

In wie weit die noch vor kurzer Zeit von der internationalen Politik als „faul“ und „uneinsichtig“ bezeichneten Griechen, um nur zwei der viel benutzten Adjektive zu nennen, eine tatsächliche Wahl hatten, das sei dahingestellt und dem logischen Denkvermögen des Einzelnen überlassen.
Dass jedoch das Fallen derjenigen unter den Parteien, die sich ausdrücklich GEGEN ein Weiterführen des Sparkurses ausgesprochen hatte, in direktem Zusammenhang mit der Berichterstattung diverser, mächtiger und einflussreicher Medien stehen könnte, das ist jederzeit logisch überprüfbar.

Dass auch nur eine einzige, politische Entscheidung gefällt werden wird, die Kostas Normalverbraucher zu Gute kommen könnte, das wage ich persönlich zu bezweifeln.
Die einzigen tatsächlichen Gewinner unter den Griechen werden weiterhin diejenigen sein, die nun nicht mehr um ihre Euro-Vermögen fürchten müssen, um ihre Immobilien und Wertpapiere, um ihre schönen, von Kostas Normalverbraucher ungestörten Urlaube auf den teuren Inseln Griechenlands, um ihre Zugehörigkeit zu einer finanziellen Elitegruppe.

Und dabei hege bete ich schon fast darum, dass ich zu viel "Verschwörungstheoretiker" sein möge, und dass mich die Realität eines Besseren belehren wird ... was jedoch auch zutiefst bezweifelt werden kann ...


 
 

1 Kommentar:

  1. warum sollte es in griechenland anders laufen als in der bunzelrepublik?
    zur wahl gehen die,welche enweder was anderes wollen,oder aber keine veränderung wollen.ich behaupte mal,alle,die beim staat arbeiten,wählten nd oder pasok,wichtig war denen nur der erhalt des euros und die weitere bezahlung des gehalts aufs konto.nebenbei gesagt,bezahlt weder der deutschmichel denen das gehalt,sondern die druckmaschinen der gelderzeuger.das ach so reiche deutschland kann ja nicht mal mit seinen steuereinnahmen den eigenen haushalt finanzieren.aber davon steht nix in den zeitungen.alle retten jetzt alle,ohne ende bis zum ende.
    gruß von einen deutschgriechen von der waterkant

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