Würde der griechische Komödiendichter der Antike, der
großartige Aristophanes, noch am Leben sein, dann wäre er sicherlich hoch
erfreut und emsig mit dem Verfassen vieler Komödien beschäftigt. Komödien, die
ganz gemäß der Tradition seiner Dichtungen die politische Situation, … nein,
nicht nur Griechenlands, sondern ganz Europas, vielleicht sogar der ganzen Welt
zum Thema hätten.
Um er würde das gemeine Volk dazu aufzufordern, über
die Regierenden herzlichst zu lachen, und sie durch seine nicht selten doch
recht schmutzige Ausdrucksweise dahin führen, die Lächerlichkeit der Politik
und Politiker ebenso zu erkennen, wie auch diejenigen Ziele zutiefst anzuzweifeln, die sie in ihren wundervoll
klingenden Wahlreden zum Besten geben.
So ist es doch eigentlich zum Lachen, dass ein Herr
Samaras vorhat, „mit den internationalen Kreditgebern über eine Lockerung der
Sparauflagen zu verhandeln, um weitere Härten vom griechischen Volk abzuhalten“
(Quelle: Netzticker TV), während doch bereits vorher die EU-Kommission erklärt
hat, sie wolle „dem hochverschuldeten Land bei seinen Sparauflagen nicht
entgegenkommen“ und parallel dazu meint: „Wir wollen helfen und Griechenland in
der Euro-Zone halten. Aber wir haben schon äußerste Flexibilität angewandt
gegenüber Athen“ (Quelle: Netzticker TV). Dass die EU-Kommission bereits noch in der Wahlnacht eine entsprechende Erklärung abgegeben hatte, macht Samaras noch eine Ecke lächerlicher.
Aristophanes, um wieder zur Komödie der Antike zurückzukehren, der diesem Land der
Steuerbetrüger und vor Faulheit und Fremdenhass strotzenden Bewohner entstammte
(man vergebe mir an dieser Stelle meine Ironie, aber langsam bin ich der
Berichte im Stil der BILD wirklich müde), schrieb neben vielen anderen auch eine
wunderschöne Komödie mit dem Titel Όρνιθες (Ornithes,
auf Deutsch: Die Vögel), die erstaunlich viele Parallelen zu der
heutigen Situation aufweist.
Genauso aber könnte an dieser Stelle die Komödie Πλούτος (Plutos,
auf Deutsch: Reichtum) genannt werden, denn auch sie spiegelt das, was wir
heute an widersprüchlichen Aussagen und Aktionen unserer „Regenten“ erleben
dürfen, in faszinierender Form wieder – womit bewiesen sein dürfte, dass der
Mensch nicht nur in jedem Land dieser Welt derselbe ist, sondern, dass
Folgendes auch kaum angezweifelt werden kann:
Sicherlich gab es technologische Entwicklungen noch
und nöcher, eine beeindruckender als die vorherige, von den meisten dürften wir
„einfache Leute“ nicht einmal eine Ahnung haben. MENSCHLICH gesehen jedoch,
also in der eher geistigen und psychischen Entwicklung der Menschheit als
Ganzes, scheint sich da nicht sehr viel getan zu haben, nach wie vor regieren
Lügen, Betrügereien, Habgier und Herrschsucht die Schicksale der Menschheit.
Nun,
wenn man daran nicht verzweifeln möchte, dann ist man
gut beraten, sich einmal eine der Komödien von Aristophanes zu gönnen.
Vielleicht schafft man es dann wirklich noch, über diejenigen zu lachen, die ja
eigentlich ganz leicht zu durchschauen wären.
Diejenigen jedoch, die sich allzu gern blind machen
lassen, die sollte man vielleicht eher beweinen …
Anmerkung:
Auch, wenn dieses Mal alles in normaler Schriftfarbe geschrieben ist, so handelt es sich hier jedoch selbstverständlich nur um eine persönliche Meinung, die keinerlei Anspruch auf allgemeine Gültigkeit erhebt.
ich persönlich bin der Überzeugung, man sollte wohl generell nicht ganz so leichtgläubig sein, sondern die Errungenschaften der Technik auch für Sinnvolles nutzen, wie zum Beispiel, um Aussagen zu überprüfen, bevor man sie als Tatsachen einfach so akzeptiert.
Es macht nämlich eigentlich sogar Spaß, Gehirn, Denkvermögen und auch Intuition immer wieder mal zu trainieren - es sei denn, man gehört zu denjenigen, die anstatt selbst zu kauen und zu verdauen, sich dann doch lieber einen schon leicht vorverdauten Babybrei einflößen lassen. Das gilt übrigens auch für alles, was in diesem Blog zu lesen ist, konstruktive Kritik sowie das Berichtigen von etwaig unrichtigen Aussagen, die durch Überprüfen der Sachverhalte auffallen, sind jederzeit willkommen.
In diesem Sinne:
Nichts für Ungut ;-) aber jedem Interessierten viel Spaß beim ... selbst Kauen und Verdauen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen