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Montag, 18. Juni 2012

Welche „Griechenlandtragödie“? Das ist doch eine KOMÖDIE!


Würde der griechische Komödiendichter der Antike, der großartige Aristophanes, noch am Leben sein, dann wäre er sicherlich hoch erfreut und emsig mit dem Verfassen vieler Komödien beschäftigt. Komödien, die ganz gemäß der Tradition seiner Dichtungen die politische Situation, … nein, nicht nur Griechenlands, sondern ganz Europas, vielleicht sogar der ganzen Welt zum Thema hätten.
Um er würde das gemeine Volk dazu aufzufordern, über die Regierenden herzlichst zu lachen, und sie durch seine nicht selten doch recht schmutzige Ausdrucksweise dahin führen, die Lächerlichkeit der Politik und Politiker ebenso zu erkennen, wie auch diejenigen Ziele zutiefst anzuzweifeln, die sie in ihren wundervoll klingenden Wahlreden zum Besten geben.


So ist es doch eigentlich zum Lachen, dass ein Herr Samaras vorhat, „mit den internationalen Kreditgebern über eine Lockerung der Sparauflagen zu verhandeln, um weitere Härten vom griechischen Volk abzuhalten“ (Quelle: Netzticker TV), während doch bereits vorher die EU-Kommission erklärt hat, sie wolle „dem hochverschuldeten Land bei seinen Sparauflagen nicht entgegenkommen“ und parallel dazu meint: „Wir wollen helfen und Griechenland in der Euro-Zone halten. Aber wir haben schon äußerste Flexibilität angewandt gegenüber Athen“ (Quelle: Netzticker TV). Dass die EU-Kommission bereits noch in der Wahlnacht eine entsprechende Erklärung abgegeben hatte, macht Samaras noch eine Ecke lächerlicher.

Aristophanes, um wieder zur Komödie der Antike zurückzukehren, der diesem Land der Steuerbetrüger und vor Faulheit und Fremdenhass strotzenden Bewohner entstammte (man vergebe mir an dieser Stelle meine Ironie, aber langsam bin ich der Berichte im Stil der BILD wirklich müde), schrieb neben vielen anderen auch eine wunderschöne Komödie mit dem Titel Όρνιθες (Ornithes, auf Deutsch: Die Vögel), die erstaunlich viele Parallelen zu der heutigen Situation aufweist.

Genauso aber könnte an dieser Stelle die Komödie Πλούτος (Plutos, auf Deutsch: Reichtum) genannt werden, denn auch sie spiegelt das, was wir heute an widersprüchlichen Aussagen und Aktionen unserer „Regenten“ erleben dürfen, in faszinierender Form wieder – womit bewiesen sein dürfte, dass der Mensch nicht nur in jedem Land dieser Welt derselbe ist, sondern, dass Folgendes auch kaum angezweifelt werden kann:

Sicherlich gab es technologische Entwicklungen noch und nöcher, eine beeindruckender als die vorherige, von den meisten dürften wir „einfache Leute“ nicht einmal eine Ahnung haben. MENSCHLICH gesehen jedoch, also in der eher geistigen und psychischen Entwicklung der Menschheit als Ganzes, scheint sich da nicht sehr viel getan zu haben, nach wie vor regieren Lügen, Betrügereien, Habgier und Herrschsucht die Schicksale der Menschheit.

Nun,
wenn man daran nicht verzweifeln möchte, dann ist man gut beraten, sich einmal eine der Komödien von Aristophanes zu gönnen. Vielleicht schafft man es dann wirklich noch, über diejenigen zu lachen, die ja eigentlich ganz leicht zu durchschauen wären.
Diejenigen jedoch, die sich allzu gern blind machen lassen, die sollte man vielleicht eher beweinen … 

Anmerkung:
Auch, wenn dieses Mal alles in normaler Schriftfarbe geschrieben ist, so handelt es sich hier jedoch selbstverständlich nur um eine persönliche Meinung, die keinerlei Anspruch auf allgemeine Gültigkeit erhebt.
ich persönlich bin der Überzeugung, man sollte wohl generell nicht ganz so leichtgläubig sein, sondern die Errungenschaften der Technik auch für Sinnvolles nutzen, wie zum Beispiel, um Aussagen zu überprüfen, bevor man sie als Tatsachen einfach so akzeptiert.
Es macht nämlich eigentlich sogar Spaß, Gehirn, Denkvermögen und auch Intuition immer wieder mal zu trainieren - es sei denn, man gehört zu denjenigen, die anstatt selbst zu kauen und zu verdauen, sich dann doch lieber einen schon leicht vorverdauten Babybrei einflößen  lassen. Das gilt übrigens auch für alles, was in diesem Blog zu lesen ist, konstruktive Kritik sowie das Berichtigen von etwaig unrichtigen Aussagen, die durch Überprüfen der Sachverhalte auffallen, sind jederzeit willkommen.
In diesem Sinne:
Nichts für Ungut ;-)  aber jedem Interessierten viel Spaß beim ... selbst Kauen und Verdauen.
 

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